Bergamo-Trainer vor Wiedersehen mit Ex-Mitspieler: „Treffen auf starke Mannschaft“


Nur knapp drei Wochen nach dem 0:2 gegen Inter Mailand bekommt es der BVB erneut mit einem italienischen Topteam zu tun. Die Aufgabe gegen Atalanta dürfte ähnlich anspruchsvoll werden wie gegen den Tabellenführer aus Mailand. Nach dem Abschied von Erfolgstrainer Gian Piero Gasperini im vergangenen Sommer, einem kurzen Intermezzo von Ivan Juric und der Verpflichtung Palladinos Mitte November hat sich Bergamo eindrucksvoll stabilisiert. Aus dem Tabellenkeller führte der neue Coach die Mannschaft zurück in die obere Tabellenhälfte – im neuen Jahr sammelte nur Inter mehr Punkte.

Mit dem 2:0-Erfolg bei Lazio Rom im Olympiastadion Rom festigte Atalanta Rang sechs und feierte eine gelungene Generalprobe für Dortmund. „Das Jahr 2026 war sehr gut für uns. Wir haben uns erholt, sind auf dem richtigen Weg und sehr selbstbewusst“, schwärmte Palladino. Getrübt wurde die Freude jedoch durch die Verletzung von Giacomo Raspadori, der mit einer Oberschenkelverletzung beide Spiele gegen den BVB verpassen wird. „Das ist ein schwerer Schlag“, sagte Palladino. Auch der Ausfall des belgischen Nationalspielers Charles De Ketelaere wiegt schwer.

In der Ligaphase der Champions League schnitt Atalanta zum zweiten Mal in Serie besser ab als Dortmund. Ein beeindruckendes 3:0 bei Eintracht Frankfurt sorgte europaweit für Aufsehen. Weitere Siege gegen FC Brügge (2:1), Chelsea FC (2:1) sowie auswärts bei Olympique Marseille (1:0) ebneten den Weg in die Playoffs. Niederlagen gegen Paris Saint-Germain (0:4), Athletic Bilbao (2:3) und Union Saint-Gilloise (0:1) sowie ein torloses Remis gegen Slavia Prag verhinderten jedoch die direkte Achtelfinal-Qualifikation (zu den Fakten).

Aus dem bislang einzigen Pflichtspielduell mit der Borussia – im Sechzehntelfinale der Europa League vor acht Jahren – ist bei Atalanta nur noch Kapitän Marten de Roon dabei. Trotz des damaligen Ausscheidens nach umkämpften Hin- und Rückspielen (H 3:2/A 1:1) erinnert er sich gerne an die Partie in Dortmund: „Halb Bergamo war hier. Es war ein Fußballfest und ein echtes Erlebnis für uns und unsere Fans in diesem wunderschönen Stadion zu spielen.“

Im Vergleich zur damaligen Partie in Dortmund sieht der 34-jährige Mittelfeldspieler bei seinem Team große Fortschritte: „Das Niveau ist deutlich höher. Damals  war es die Europa League, heute ist es die Champions League. Mittlerweile haben wir viele Profis, die schon solche Spiele gespielt haben. Wir müssen kompakt und mit viel Intensität auftreten. Und wir müssen es genießen – ohne Angst, mit viel Mut.“

Den größten Triumph der Vereinsgeschichte feierte Atalanta 2024 mit dem Gewinn der Europa League, als das Team im Endspiel dem Gegner Bayer Leverkusen die einzige Niederlage der Doublesaison zufügte. Ein Einzug ins Achtelfinale der Champions League würde das internationale Renommee weiter steigern.

Trotz personeller Engpässe tritt Atalanta in Dortmund mit breiter Brust an. Palladino weiß um die Atmosphäre im SIGNAL IDUNA PARK – und um die Qualität des Gegners. „Wir treffen auf eine starke Mannschaft. Aber ich habe meine Spieler hochkonzentriert erlebt. Ich bin überzeugt, dass wir Dortmund Probleme bereiten können.“ Von ihren letzten elf Europapokalspielen gegen deutsche Teams haben die Italiener nur zwei verloren. In den letzten drei dieser Partien gab es drei Siege ohne Gegentor.

Für den Trainer wird es zudem ein besonderes Wiedersehen: In Dortmund trifft er auf Co-Trainer Robert Kovac, mit dem er einst bei Juventus Turin die Kabine teilte. „Ich freue mich, Robert zu treffen“, sagte Palladino.



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